We saved: “my lunch break”
First step: “I will have a small dinner and little walk tomorrow, trying to make that a routine.”
After 2 days: I took it. I did it and it felt so good!
(Great success! Perhaps, making that your new routine!)
Was rettest du?
eine Freundschaft, ein Haustier, einen Baum, den Kiosk an der Ecke, die eigene Laune…
Sag es unsBeiträge erscheinen in ihrer Originalsprache. Zum Übersetzen hilft die Übersetzungsfunktion deines Browsers. Warum das alles? Wer das macht
We saved: “my lunch break”
First step: “I will have a small dinner and little walk tomorrow, trying to make that a routine.”
After 2 days: I took it. I did it and it felt so good!
(Great success! Perhaps, making that your new routine!)
Ich rette die Sitzbank am Deich.
Im Weg steht zwei Bretter sind durchgefault, und niemand fühlt sich zuständig.
Mein erster Schritt: Beim Deichverband anrufen und fragen, wem sie eigentlich gehört.
Nach 7 Tagen: Angefangen, zäher als gedacht. Sie gehört wohl dem Deichverband. Ich muss nochmal dort nachfragen.
Ich rette die Insekten im Hinterhof.
Im Weg steht die Hausverwaltung mäht alles kurz, auch den Streifen an der Mauer.
Mein erster Schritt: Den Gärtnern erklären das sie die Stelle nicht mähen sollen.
Ich rette bezahlbares Wohnen in meinem Viertel.
Im Weg steht …
Mein erster Schritt: Zur nächsten Sitzung vom Mieterverein gehen. Erst mal nur zuhören.
Wir retteten: „die Bücherkiste im Waschsalon“
Erster Schritt: „Zehn eigene Bücher hinbringen und ein Schild danebenstellen.“
Nach 3 Tagen: Hab ich gemacht. Am dritten Tag lagen schon fremde Bücher drin.
(großartig, viel Spass beim Lesen und Teilen)
We saved: “my grandma from being so alone”
First step: “buy a device to video call with her.”
After 30 days: I took it. Relatively simple, had to enable her WLAN.
Ich rette my positivity.
Im Weg steht overthinking.
Mein erster Schritt: focus on what I can control.
Ich rette
Im Weg steht
Mein erster Schritt:
Was rettest du?
Drei Zeilen, so wie auf den Karten oben. Die mittlere darfst du offenlassen.
Es gibt eine Falle, die fast jeder kennt: Man spricht einen Wunsch aus, jemand nickt, vielleicht gibt es sogar ein paar Herzen dafür. Und dieses gute Gefühl reicht dann irgendwie. Der Wunsch fühlt sich schon halb erledigt an, obwohl noch gar nichts passiert ist.
Deshalb bleibt es hier nicht beim Wunsch. Wir fragen nach zwei Dingen, die ein Wunsch normalerweise nicht hat. Erstens: Was steht eigentlich im Weg? Das ist bei jedem etwas anderes. Manchmal etwas, das größer ist als man selbst. Manchmal die Angst, sich lächerlich zu machen. Der eigene Stolz. Die Gewohnheit. Das Gefühl, dass es auf einen selbst nicht ankommt. Oder schlicht ein Alltag, in dem nie der richtige Moment ist. Wer sein Hindernis benennt, nimmt es ernst, und oft wird es beim Benennen schon ein Stück kleiner. Und zweitens: Was ist der kleinste Schritt, der trotzdem geht? Eine Sprachnachricht. Ein Laubhaufen, der liegen bleibt. Einmal hingehen und zuhören. Wer diesen Schritt einmal aufgeschrieben hat, weiß für die Zukunft, was konkret zu tun ist.
Mehr Theorie steckt nicht dahinter. Weniger allerdings auch nicht.
Also: Was steht bei dir im Weg?
Jede Karte auf dieser Wand spricht als Ich. Das Wir kommt erst später, und es kommt nur an einer Stelle: wenn ein erster Schritt gegangen wurde. Dann wird aus „Ich rette“ ein „Wir retteten“. Nicht weil wir mitgerettet hätten, sondern weil jede gegangene Rettung Teil von etwas Größerem wird: der wachsenden Sammlung von Dingen, die gerettet wurden, weil jemand angefangen hat, sie auszusprechen. Die Tat gehört dir. Der Satz gehört uns allen.
Es sind nur drei.
Gerettet wird alles, was dir wichtig ist: Orte, Beziehungen, Dinge, Lebewesen, auch du selbst. Nur eines nicht: Hier rettet niemand etwas „vor“ anderen Menschen oder Gruppen. Bedrohungen dürfen Zustände sein, keine Personen.
Jeder Beitrag wird von Menschen gelesen, bevor er auf der Wand erscheint. Nicht um zu zensieren, sondern damit diese Wand ein Ort bleibt, an dem man auch das Verletzliche hinschreiben kann.
Und wenn ein Beitrag mal nicht erscheint? Dann war nicht unbedingt etwas falsch. Manchmal ist nur der erste Schritt zu groß geraten. Dann hilft es, beim nächsten Mal einen kleineren vorzuschlagen, einen, der sich wirklich schaffen lässt.
Und: Das Kleine zählt hier genauso wie das Große. Der Kiosk an der Ecke steht gleichberechtigt neben dem Klima, die Igel neben der Freundschaft. Wer das Kleine ernst nimmt, traut sich irgendwann ans Große. Retten ist eine Übungssache.
Mein Name ist Robert Rettig. Beruflich schaue ich von oben auf die Erde. Ich arbeite mit Satellitendaten und mache aus Bildern aus dem Orbit Antworten, mit denen jemand etwas anfangen kann. Aus siebenhundert Kilometern Höhe sieht man erstaunlich viel. Man sieht nur nie, was zu tun ist.
Diese Wand ist das andere Ende derselben Frage. Hier lässt sich nichts messen. Hier steht, was jemand an einem Montag anruft, hinstellt oder ausspricht. Für mich gehört beides zusammen: die weite Sicht, die zeigt was ist, und der kleine Schritt, der etwas ändert.
Was ich sonst mache, steht drüben auf robertrettig.de. Diese Wand braucht das nicht. Sie gehört den Zeilen, nicht mir. Was würde auf deiner stehen?
Ehrlich gesagt: Die Wand ist erst der Anfang, und das meiste, was wir vorhaben, gibt es noch nicht.
Geplant ist Folgendes. Wer beim Eintragen eine E-Mail dalässt, bekommt nach zwei Wochen genau eine Frage von uns: Wie lief dein erster Schritt? Das ist keine Kontrolle, eher ein freundliches Anklopfen. Manchmal reicht das schon, um wirklich anzufangen.
Später möchten wir Menschen zusammenbringen, die dasselbe retten wollen. Die zwei aus derselben Stadt, die beide denselben Bach meinen, ohne voneinander zu wissen. Solche Begegnungen kann man nicht planen, aber man kann eine Wand bauen, an der sie passieren.
Und irgendwann soll es ein freies Toolkit geben, mit dem Schulen, Vereine und Nachbarschaften ihre eigene Wand aufhängen können. Aus Papier, mit Stift, an einer echten Wand. Die Idee ist geliehen und bewährt: Die schönsten Mitmachprojekte sind die, die man nachbauen darf.
Ob das alles so kommt, hängt davon ab, was hier passiert. Womit fangen wir an?